Die Kathina Zeremonie :: Dhammakaya Foundation & Wat Phra Dhammakaya : World Peace through Inner Peace using Meditation Practice 

 

 

Die Kathina Zeremonie
Am Ende der Buddhistischen Fastenzeit ist der Tag der Kathina Zeremonie, bei der den Mönchen neue Roben gespendet werden. Diese Zeremonie findet in allen Tempeln des Landes statt. Kathina bedeutet wörtlich Stickrahmen. Diese benutzten Mönche um ihre Roben zu nähen. Es bedeutet aber auch die Ausstattung eines Mönchs, also eine neue Robe nach einem Jahr. Ursprünglich erlaubte Buddha seinen Mönchen nur Kleidungstücke von verstorbenen Menschen zu benutzen, die nicht mehr gebraucht wurden. Die Mönche sollten ein einfaches Leben führen und den einzigen und wahren Zweck von Kleidung verstehen: den Körper vor Sonnenbrand, Wind und Insekten zu schützen. Es war jedoch nicht einfach Kleiung zu finden, die niemand mehr brauchte, besonders als es immer mehr buddhistische Mönche gab. Ausserdem war es schwierig, die gefundenen Kleidungsstücke zu einer Mönchsrobe zu schneidern. Einige Menschen erkannten dieses Problem und wollten den Mönchen Roben spenden. Und so erlaubte Buddha den Mönchen zur Kathina Zeremonie Roben von den Leuten anzunehmen. Bei der Kathina Zeremonie werden im Tempel den versammelten Mönchen Roben übergeben. Der Abt des Tempels gibt dann die Roben an Mönche weiter, die die drei Monate der Regenzeit im Tempel verbracht haben. Es müssen mindestens fünf Mönche sein. Die Kathina Zeremonie findet innerhalb eines Monats nach dem Ende der Buddhistischen Fastenzeit statt. Das Kathina ist der Tag, an dem alle Buddhisten zusammenkommen, so wie es in der Geschichte von dem Gärtner Tinnapala geschah. Im Zeitalter vor Buddha gab es einen besitzlosen Mann, der in einem Garten arbeitete. Die Menschen nannten ihn „Tinnapala“, das bedeutet Gärtner. Er arbeitete im Haus eines reichen Mannes nur für Essen und Trinken. Am Ende der Buddhisischen Fastenzeit wollte der reiche Mann Roben bei der Kathina Zeremonie spenden und bat seine Leute mitzumachen. Tinnapala wollte auch spenden, aber er hatte selbst nur ein Kleidungsstück. Er verkaufte sein einziges Kleidungsstück für eine Nadel und Garn um es den Mönchen zu spenden. Er selbst bekleidete sich nur noch mit Laub. Als der reiche Mann davon erfuhr, lobte er Tinnapala. Amarindara Sakka, König des Tavatimsa-Himmels, erfuhr von der guten Tat des Gärtners, erschien ihm und gewährte ihm einen Wunsch. Doch statt Reichtum wünschte sich Tinnapala vier Dinge: er wünschte sich, dass er niemals durch irgendeine Tat einer Frau Leid zufügen würde, niemals geizig zu sein, sich nie mit den falschen Leuten einzulassen und eine gute Ehefrau zu finden. Nachdem er Amarindara´s Segen bekam, hörte der König des Landes von dem Gärtner. Er lud ihn zu sich ein um an seinem Verdienst teilzuhaben. Dafür belohnte der König Tinnapala mit großen Besitztümern. Nach seinem Tod ging Tinnapala in den Himmel und wurde in Buddha´s Zeitalter zu dessen Lebzeiten wiedergeboren. Mit den Verdiensten aus seinem vorherigen Leben konnte er die Erleuchtung und schließlich Nirvana erlangen.
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